Ein Kommentar zu “Wahl-O-Mat – Denke ich zu extrem?

  1. Obwohl ich Hagen Grell im allgemeinen zustimmen kann, bin ich hinsichtlich der Frage, ob der Gottesbezug im Grundgesetz erhalten bleiben soll, anderer Meinung. Hagen Grell bringt den Gottesbezug mit den Amtskiirchen und deren Verfehlungen in Verbindung.

    Das halte ich für falsch. Der Gottesbezug ist allgemeiner Natur und erkennt an, daß es Gott gibt und daß man vor ihm eine Verantwortung hat. Das war die Grundeinstellung der Verfasser des Grundgesetzes und die ist gut und richtig.

    Momentan ist das zwar de facto ein bedeutungsloses Lippenbekenntnis und könnte von daher gestrichen werden. Ich bin aber dafür, daß dieser Gottesbezug erhalten bleibt. Natürlich kommt dann immer die anscheinend „schlaue“ Frage: Ja, welchen Gott denn? Etwa das Spaghetti-Monster?
    Der Einwand ist unsinnig, weil der wahre Gott sich sowohl durch die Natur als auch durch die Bibel eindeutig zu erkennen gegeben hat und die grundlegenden sittlichen Forderungen in der Bibel für jedermann erkennbar aufgeschrieben wurden bzw. sich im Gewissen niederschlagen., trotz aller unterschiedlichen Exegese. Es ist der Gott der sich Abraham, Isaac, Jakob, und anderen Propheten geoffenbart hat, zuletzt dem größten Propheten Jesus Christus. Das es diesen Gott gibt zu leugenen, der alles erschaffen hat und dem wir deshalb verantwortlich sind, ist höchst unvernünftig.

    Die Gesetzgebung sollte daher immer berücksichtigen, ob dabei grundlegende sittliche Erfordernisse, wie sie in der Heiligen Schrift definiert sind und über Jahrhunderte auch von christlichen Nationen anerkannt wurden, beachtet werden. Diese können auch durch Mehrheitsbeschlüsse nicht geändert werden.

    Auf diese Weise wird die Oberhoheit Gottes und Jesu Christi anerkannt. Der Argumentation gewisser Staatsrechtler wie z.B. Dr. Schachtschneider in dieser Sache, daß Religion sich da rauszuhalten hätte, kann ich daher nicht folgen.

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