Ein Kommentar zu “Honigmann-Nachrichten vom 26. Juni 2017 – Nr. 1120

  1. Hinsichtlich des Beitrages von Florian Freistätter „Und sie dreht sich doch“

    Die stellare Abberation ist in gleicher Weise nachzuweisen, wenn nicht die Erde sich um die Sonne dreht, sondern die Sonne um die Erde und das (längst nicht so große) Universum um die Erde.

    Auch im geozentrischen Modell sind Parallaxen zu den Sternen zu erwarten, weil
    es ja zu großen Teilen lediglich die Umkehr des Heliozentrischen Modells ist.
    Ein Popov der kroatischen Universität in Zagreb hat das mal wissenschaftlich
    berechnet und kommt zu dem Ergebnis, da auch im geozentrischen Modell die
    gleichen Parallaxen erscheinen.
    http://arxiv.org/pdf/1302.7129v1.pdf
    http://www.zengardner.com/heliocentrism-dead-no-stellar-parallax/

    sowie Prof. Hansson
    http://www.geocentricity.com/ba1/no113/Stellar%20parallax-aberration%20is%
    20geocentric.pdf

    Wie so oft in der Wissenschaft, werden Beobachtungen einseitig ausgelegt und aus
    ideologischer Voreingenommenheit wird nur eine Deutungsmöglichkeit herangezogen.

    Im geozentrischen Modell des Tycho Brahe umkreist die Sonne und das All die stillstehende Erde während die Planeten (wobei die Erde dann kein Planet ist!) sich um die Sonne bewegen. Das war schon im Altertum u.a. den Ägyptern bekannt, weshalb dort ein Modell ähnlich des Tycho Brahe entwickelt wurde.

    Man hat aber aus guten wissenschaftlichen Gründen das heliozentrische Weltbild trotzdem abgelehnt, weil die stellare Parallaxe nicht beobachtet werden konnte. Was dann später z.B. durch Bressel entdeckt wurde sind solch minimalen Werte, daß es allein dadurch sehr zweifelhaft ist, ob sie überhaupt herangezogen werden können. Ferner weisen sie zum Teil negative Werte auf, was physikalisch unmöglich ist. Wahrscheinlich hat die Sternenparallaxe – wenn sie denn überhaupt herangezogen werden kann – andere Ursachen (Eigenbewegung von Sternen?) und kann nicht als ein Beweis herangezogen werden, daß die Erde sich um die Sonne dreht. Es ist umgekehrt: Die Sonne dreht sich um die Erde, wie die Menschen es schon seit Jahrtausenden beobachtetn konnten. Und sie ist auch längst nicht so weit entfernt und so groß wie behauptet. Aber ds wäre ein Thema für sich.

    Die angebliche Sternenparallaxe kann also nicht herangezogen werden, um zu beweisen,d aß die Erde sich um die Sonne bewegt.

    Auch die Venusphasen sind in dem geozentrischen Modell des Tycho Brahe in gleicher Weise zu erwarten, wie in dem heutigen heliozentrischen Modell.

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