„unstrittig“ vs. „umstritten“ – Wie die Massenmedien Meinung lenken

Stein-ZeitTV

Als Dr. Michael Lüders, der bekannte Nah-Ost-Experte, am 5. April 2017 bei Markus Lanz seine Sicht der Dinge zum Giftgasangriff in Syrien erklärte, war der Moderator Lanz sichtlich beeindruckt von dieser Darstellung, entsprach sie doch gar nicht dem gewohnten transatlantisch verordneten Weltbild. Dr. Lüders erwähnte Vergleiche zum Giftgasangriff in Syrien von 2013, bei dem bis heute die wahre Täterschaft weiter unklar sei, genauso wie jetzt beim jüngsten Anschlag mit Giftgas in Syrien nicht mit vollkommener Sicherheit die Täterfrage geklärt sei.
So viel Abweichung vom Syrien-Narrativ der Massenmedien war dann wohl doch etwas zu viel, denn seit diesem Tag lässt sich eine Kampagne in den Massenmedien gegen Dr. Lüders erkennen. Den Auftakt dazu lieferte am 9. April 2107 die Moderatorin Anne Will, die Dr. Lüders mit einer ungewöhnlichen Berufsbeschreibung in ihrer Sendung vorstellte. Plötzlich war er kein Nah-Ost-Experte mehr, sondern ein Geschäftsmann, der durch seine abweichenden Analysen finanziell profitiert. Wer Vita und Expertise von Dr. Lüders kennt, konnte sofort erkennen welch hinterhältiger Angriff hier stattfand. Da die von ihm vorgebrachten Fakten schwerlich zu widerlegen sind, wird nach altem Rezept ein persönlicher Angriff gestartet und genau so eine konzertierte Aktion lässt sich nun beobachten. Zeitungen wie die FAS oder auch Spiegel-Online oder das Medienportal MEEDIA bedienen sich jetzt der Vokabel „umstritten“, wenn sie über Dr. Lüders berichten. Dies ist die Vorstufe zum Verschwörungstheoretiker und wird gern verwendet, um Themengebiete zu einem geistigen Sperrgebiet zu erklären. Wird jemand unbequem, dass gilt er eben als umstritten.


Aber wenn neue Nachrichten Unruhe verursachen, dann sollte man sich nicht auf die Überbringer der Nachricht stürzen, sondern man sollte sich zuerst die Unruhestifter genauer ansehen.

Dass es auch anders geht, konnte man am 24. April bei der ARD sehen, als die Reportage „Tod einer Polizistin“ gezeigt wurde. Es ging um den Fall der 2007 ermordeten Polizistin Michele Kiesewetter. Der Film überraschte mit auffallend guter Recherche und brachte wirklich erstaunliche Fakten zu Tage, denn die Anzahl der Unstimmigkeiten bei diesem Fall macht einen doch sehr nachdenklich. Augenzeugen, deren Aussagen nicht aufgenommen wurden, Polizisten, die sich bei späteren Befragungen an nichts mehr erinnern wollten, Zeugen des Vorfalls, die plötzlich versterben usw, usf. Es entstand der Eindruck, dass gewisse Kreise auf keinen Fall wollen, dass der Fall je aufgeklärt wird und man den Mord an Michele Kiesewetter in die rechte Szene abschieben wollte. Der Fund der Mordwaffen im Wohnmobil des NSU-Trios erscheint unter diesen Umständen in einem ganz anderen Licht.
Gute Recherche, Aufklärung, alles was man von den Medien eigentlich erwarten sollte, präsentierte die ARD in dieser Dokumentation. Aber schon einen Tag später werden auch diese Filmemacher schon wieder angegriffen. Zu viel Wahrheit ist wohl nicht erwünscht ….

1 Comment

  1. Die Wahrheit kommt ans Licht – immer mehr, überall, unaufhaltsam!

    kla.tv am 29.04.2017: Warum Medien und Politiker lügen müssen.
    (Veröffentlicht von Aleksander Armbrust am 30. April 2017 bei TERRAHERZ)

    Die Moderatorin sagt:
    „Sollten uns Medien und Politiker die Wahrheit sagen?
    Ja, sollten sie eigentlich schon, – müssen sie aber nicht,
    sagt Dr. Rainer Mausfeld,
    Professor der Psychologie an der Uni Kiew.

    Die etablierten Medien seien ein Gewerbe, das Rendite machen müsse.
    Sie hätten nicht die Funktion, die Wahrheit zu sagen,
    sondern Zerstreuung, Unterhaltung, Werbung und Nachrichten zu verkaufen.

    Letztlich mit dem Ziel, die Bevölkerung zu manipulieren und zu kanalisieren.“

    Und die Moderatorin fährt fort:
    „Über die Politiker sagt Mausfeld:

    ‚Wer nicht lügt, hat den Beruf verfehlt.
    Er hat nicht die qualifizierenden Merkmale,
    die man in solchen politischen Positionen braucht.
    […] Die Regierung muss nicht die Wahrheit sagen.
    Jeder Bericht, der aus einem Untersuchungsausschuss kommt,
    ist doch nicht die Wahrheit, sondern ein Mittel,
    um als Regierung die Macht zu stabilisieren.‘

    Und die Moderatorin fügt hinzu:

    „Damit zerstört der Psychologe das Bild vom ehrlichen und vertrauenswürdigen „Vater Staat, welches traditionsgemäß in unseren Köpfen verankert wurde.

    Ebenso demontiert er die Annahme, dass die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit oberstes Gebot der Presse sei, obwohl dies Punkt 1 der journalistischen-ethischen Grundregel des Pressekodex ist.

    Mit diesem Wissen muss jeder Bericht von Regierung und Medien hinterfragt werden, so Mausfeld.

    Wie lange noch lassen wir uns von einer Minderheit für ihre egoistischen Ziele missbrauchen?
    Es hängt maßgeblich davon ab, wie es jedem Einzelnen gelingt, seinen Egoismus zu überwinden.

    Wie wäre es, mal nicht ganz bewusst nach dem nächsten Schnäppchen zu jagen, sondern die Zeit dafür zu verwenden, zu schauen, was die Mitmenschen im persönlichen Umfeld weiterbringt? – Beispielsweise durch Verbreitung dieser Sendung.“

    http://www.kla.tv/10402

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