Tesla-Turm aus Sowjetzeit mit spektakulären Blitzen wieder in Betrieb genommen


Redaktion (Kopp Verlag)
Eine große und wuchtige Hochspannungs-Testanlage aus der Sowjetära, die einst dazu diente, Schutzvorrichtungen von Fahrzeugen, Flugzeugen und anderer elektronischer Ausrüstung gegen Blitzschläge zu testen, aber aus Spargründen weitgehend eingemottet wurde, stellte auf Anfrage von Russia Today ihre Leistungsfähigkeit schlagend unter Beweis.

Die »Blitzmaschine« in der Kleinstadt Istra, etwa 50 Kilometer von Moskau entfernt, besteht aus Kaskadenspannungswandlern mit einer Leistung von drei Megawatt, einem Impulsspannungsgenerator (PVG) mit einer Leistung von neun Megawatt und einer Konstantspannungseinheit mit einer Leistung von 2,25 Watt. Sie erreicht eine Höhe von 39,30 Metern und ist in der Lage, einen künstlichen Blitz mit einer Länge von bis zu 200 Metern zu erzeugen. Sie wurde in den 1970er Jahren errichtet, aber ihre Nutzung wurde nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion weitgehend eingestellt.

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Die Polizei, der Verfassungsschutz und der rechte Terror

NSU

Drei junge Neonazis tauchen ab, Zielfahnder und mehrere Geheimdienste sind ihnen auf den Fersen. Sie fliehen nach Sachsen, gründen eine Terrorgruppe, rauben, morden, legen Bomben. All die Jahre sind sie von Spitzeln und Verrätern umstellt, doch niemand hält die Gruppe auf. Dreizehn Jahre später werden die beiden Männer erschossen in einem ausgebrannten Wohnmobil gefunden. Die Dritte im Bunde stellt sich freiwillig. Das Trio hinterlässt einen Film, in dem sich der »Nationalsozialistische Untergrund« (NSU) zu zehn Morden und zwei Bombenanschlägen bekennt. Noch am selben Tag beginnt ein ranghoher Mitarbeiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz Akten von V-Männern zusammenzusuchen, die kurz darauf vernichtet werden.
Zwanzig Jahre zuvor, Anfang der 1990er, wurden fast an jedem Wochenende irgendwo in Deutschland Anschläge auf Flüchtlingsheime verübt. Der Verfassungsschutz sollte verhindern, dass diese Gewalt in organisierten rechten Terror umschlägt, und so begann der deutsche Inlandsgeheimdienst systematisch, die militante rechte Szene zu unterwandern.
Warum hat man die rechten Terroristen nicht aufgehalten? Wer half ihnen? Die Autoren rekonstruieren die atemlose Jagd nach den drei Neonazis und geben Einblick in den schmutzigen Kampf des Bundesamtes für Verfassungsschutz gegen den rechten Terror. Es ist das Protokoll eines der größten Skandale der deutschen Nachkriegsgeschichte.